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Re: Maschinenprobleme - Zündaussetzer

Hallo,

ich hoffe, man kann es im Bild erkennen.

MfG Roger H. aus S.

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27 Zuletzt bearbeitet von Roger H. aus S. (28.09.2020 14:01)

Re: Maschinenprobleme - Zündaussetzer

Uuups!
Vor lauter "Ich weiß was, ich weiß was!", hat sich der Fehlerteufel eingeschlichen.
Die Buchstaben werden erst ab 1951 benutzt (Quelle: https://jeromecollignon.blog4ever.com/i … -traction)
Dann gilt also:
1951 … A
1952 … B
1953 … C
1954 … D
1955 … E
1956 … F
1957 … G
Sorry nochmal!

MfG Roger H. aus S.

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Re: Maschinenprobleme - Zündaussetzer

Hallo zusammen,

die Aufschlüsselung finde ich interessant - danke dafür. Demnach ist mein Block ja aus Februar 1954. Wurde nicht irgendwann 1954 auf den D-Motor umgestellt? Ist meiner nun trotzdem ein Perfo?

Am Wochenende habe ich die Schraube SW23 aus dem Hauptölkanal entfernt und die Maschine für einen ganz kleinen Moment angeworfen. An dieser Stelle kommt richtig ordentlich Öl. Daher tippe ich, wie von Pepe beschrieben, auf den Dreck bzw. Ölkohle am Spalt vom Hauptlager, zumal die Maschine dauerhaft mit unlegiertem Öl nach API SA gefahren wurde.
@ Pepe: Gibt es ein spezielles Mehrbereichsöl, das du mir in meinem Fall empfehlen kannst? Ich kenne diesbezüglich nur "moderne" Motorenöle, die auch eine entsprechende Reinigungswirkung besitzen, was ja auch entsprechend helfen kann. Meine Frage bzw. Angst ist eben nur, wo ich den gelösten Dreck überall hintransportiere, bzw. ob ich damit etwas verstopfe.

Viele Grüße
Jumbo

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Re: Maschinenprobleme - Zündaussetzer

Eins vorweg: Das ist jetzt nur eine These, dass der Kanal unter dem Hauptlager verstopft ist. Es kommt wirklich sehr wenig Öl im Zylinderkopf an. Solange bei heißem Motor unten am Kipphebel ein Öltropfen hängt ist alles gut. Oder zumindest normal. Nicht, dass man hier unnötig in Aktionismus verfällt und alles schlechter macht als vorher.

Es gibt  "mild legierte" Mehrbereichsöle für Oldtimer, allerdings sind die meisten 20W50 und somit bei allen Temperaturen dickflüssiger als ein SAE20.  Zumindest habe ich auf die Schnelle nichts anderes gefunden.

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Re: Maschinenprobleme - Zündaussetzer

Hallo Roger,

ja super, selbst ein alter Greis wie ich kann noch was lernen. Das mit den Jahrgangsbuchstaben kannte ich trotz jahrzehntelanger Beschäftigung mit Tractions nicht. Nun liegt allerdings mein Schwerpunkt auf Vorkrieg (und da ist es mit dem Gußdatum ja direkt ablesbar).

Grüße Thom

31 Zuletzt bearbeitet von Trax (29.09.2020 10:08)

Re: Maschinenprobleme - Zündaussetzer

Pepe schrieb:

Eins vorweg: Das ist jetzt nur eine These, dass der Kanal unter dem Hauptlager verstopft ist. Es kommt wirklich sehr wenig Öl im Zylinderkopf an. Solange bei heißem Motor unten am Kipphebel ein Öltropfen hängt ist alles gut. Oder zumindest normal. Nicht, dass man hier unnötig in Aktionismus verfällt und alles schlechter macht als vorher.

Es gibt  "mild legierte" Mehrbereichsöle für Oldtimer, allerdings sind die meisten 20W50 und somit bei allen Temperaturen dickflüssiger als ein SAE20.  Zumindest habe ich auf die Schnelle nichts anderes gefunden.

Moin Pepe,

dasa mit dem unnötigen Aktionismus ist wahr gesprochen. Wobei wir nicht wissen wie trocken es da oben tatsöchlich ist.

zu den Viskositäten:

es gibt (fast ) alles was das Schrauberherz begehrt, z.B. hier:

https://www.rektol-klassik.de/de/klassi … torenoele/

Grüße
Thom

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Re: Maschinenprobleme - Zündaussetzer

Hallo zusammen,

gestern habe ich mein erworbenes Öldruckmanometer eingebaut. Habe dieses an den Ölkanal hinten am Motor (beim Steuergehäusedeckel) auf der Krümmer-Seite bei der Verschlussschraube  (SW23) angebracht.
Wird dieser Kanal direkt von der Pumpe versorgt? Hat vll. jemand ein Schnittbild vom Motor, auf dem die Ölkanäle zu sehen sind?

Bei kaltem Motor im Leerlauf habe ich ganze 0,25 bar Öldruck bekommen. Wenn die Maschine etwas warmgelaufen ist (Wassertemp: 65 °C), waren es nur noch ca. 0,1 bar. In hohen Drehzahlen kommen maximal 0,7 bar zusammen.
Aktuell ist ein SAE 40 - Öl in der Maschine.

Ich denke, dass mein nächster Schritt die Demotage und Prüfung der Ölpumpe sein wird...

Viele Grüße
Jumbo

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Re: Maschinenprobleme - Zündaussetzer

Das ist wirklich wenig. Unter 0,5 bar sollte der Druck in keiner Betriebssituation fallen (heiß, Leerlauf). Und heiß ist das Öl erst nach einer halben Stunde intensiver Nutzung. Also wenn Du selbst bei kaltem Öl diese Drücke misst, ist etwas stark im Argen. Die Ölpumpe, vor allen Dingen das originale Überdruckventil sind da die ersten Ansprechpartner. Ich empfehle das Überdruckventil durch eine neue Variante zu ersetzen, die Kugel dichtet nicht meiner Meinung nach nicht richtig und die Anweisung zur Einstellung hat Schwächen (fehlende Angabe der Ölsorte/Viskosität), so dass der Tausch auf ein Neuteil lohnt, aber aufpassen. Das Überdruckventil verhindert, dass der Druck bei kaltem Motor nicht zu hoch geht, weil dies die Mechanik zu stark beanspruchen könnte. 4 bar werden aus eigener Erfahrung vertragen.

Zur Ölverteilung: die Ölpumpe speist direkt den Ölkanal mit der dicken Schraube am Ende. Das ist auch der richtige Ort zum Druckmessen. Von da aus geht es in die Hauptlager. Ein Teil davon fließt durch den Schmierfilm in die Kurbelwelle in die Pleuellager (deswegen sterben die am ehesten), der andere unter dem Hauptlager zur Nockenwelle. Eine Zuflaufleitung zur Nockenwelle hat einen Abzweig zum Zylinderkopf. Dort geht es durch den hinteren Bock in die Kipphebelwelle und an die Kipphebel. Am Ende treffen sich alle wieder in der Ölwanne.

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Re: Maschinenprobleme - Zündaussetzer

Hallo zusammen,

ich habe zwischenzeitlich die Ölwanne an meinem BL runtergenommen und die Ölpumpe ausgebaut zum Revidieren.
Pepe hatte recht - der Übeltäter war das Überdruckventil. Mir kam die Feder in 3 Teilen entgegen. Die Kugel lag nur noch lose drinne. Habe im Zuge dessen meine komplette Ölpumpe überholt und das Überdruckventil durch eines der 'neuen Variante' ersetzt. Interessanterweise waren in der Pumpe schrägverzahnte Zahnräder montiert und mein Überholsatz hatte geradverzahnte Räder beigelegt.
Bisher war mir die Schrägverzahnung nur bekannt bezüglich Laufruhe und dass mehr Drehmoment übertragen werden kann, aber bei einer Ölpumpe?
Inzwischen hat mein Traction im kalten Zustand  knapp über 3,5 bar Öldruck und nach ca. 30 Minuten Fahrt immernoch gute 1,5 bar (Öl: SAE 30 bzw. 20W-30).
Soweit der schöne Teil :-)
Unschön ist leider, dass nach abstellen der Maschine sie anschließend für eine gewisse Zeit nur auf 3 Zylindern läuft, der 4. Zylinder dann nach etwas Warmlaufzeit dazukommt. Dabei hängt voll Öl an der Kerze...
Bei abgenommener Ölwanne waren in den Laufbuchsen auch ordentliche Riefen sichtbar.
Werde nun als Winterprojekt meine Maschine zerlegen und überholen. Hatte gestern dazu ein Gespräch mit einem Motoreninstandsetzer, der meine Kurbelwelle schleifen und wuchten wird + den Kopf prüft und plant.
Hat von euch jemand Erfahrung mit den Laufgarnituren(Laufbuchsen und Kolben) von den üblichen Teilehändlern für den Perfo-Motor? Zumindest wird mit Mahle-Qualität geworben...
Es werden gewölbte und flache Kolben angeboten. Welche würdet ihr mir empfehlen? Und warum?
Gibt es sonst Sachen, auf die ich besonders achten sollte bei der Überholung?

Übrigens: Habe beim Händler bezüglich des Versatzes des halben Zahns an meinem Stirnrad nachgefragt. Dort wurde mir mitgeteilt, dass mein erhaltenes Stirnrad (A-Qualität) zu 100% stimmt. Dieses Problem wäre wohl bei der 'B-Qualität' bekannt.
PS: Fotos kann ich davon machen, sobald ich meine Maschine zerlege.

Ich danke für Eure Mithilfe!
Viele Grüße
Jumbo

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Re: Maschinenprobleme - Zündaussetzer

Moin,
habe meinen Motor 1991 überholt. die Laufbuchsen und Kolben habe ich von der Firma  Müller bekommen. Die Kolben sind glatt, haben aber einen Pfeil für die Einsatzrichtung eingeprägt. Auch die Kolbenringe waren in dem Set dabei. Seit daher läuft der Motor über 90000 km wunderbar und Laufruhig im Leerlauf. Auf jeden Fall die Schwungscheibe auswuchten lassen.
Viel Erfolg
Grüße aus dem trüben Hamburg

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Re: Maschinenprobleme - Zündaussetzer

Hallo zusammen,
mein Winterprojekt (Motorrevision) ist inzwischen in vollem Gange.
Die kompletten Ersatzteile habe ich von einem großen Händler aus den Niederlanden bezogen. Bisher bin ich mit der gelieferten Qualität durchaus zufrieden.
Ich habe mich nach der Aussage von Jörg Vowe und auch einigen Telefonaten mit Trax dazu entschlossen die flache Kolbenvariante zu wählen. Der Satz beinhaltet sowohl die Laufbuchsen, als auch die Kolben mit Bolzen und Sicherungsringen. Die Laufbuchsen weisen eine schöne Kreuzhohnung auf und machen qualitativ auf den ersten Blick keinen schlechten Eindruck. Jedoch kann ich mit dem Emblem des Herstellers nichts anfangen (siehe Foto). Kann von euch jemand was damit anfangen?
Meine Kurbelwelle habe ich zum Untermaßschleifen (-0,25) an einen Motorinstandsetzer meines Vertrauens gegeben. Dort wird die Welle anschließend auch nitriert und ausgewuchtet (inkl. Schwungscheibe und Kupplungsautomat). Dafür danke an Jörg Vowe für den Hinweis.
Ich habe mir vom selben Händler aus den Niederlanden einen revidierten Kopf mitbestellt. In diesem ist exakt dieselbe Nummer (453.024) wie auf meinem alten Kopf eingegossen. Interessanterweise sind doch Unterschiede zu erkennen (siehe Foto – insbesondere die Wasserkanäle). Wie kann ich mir das erklären?
Im Werkstatthandbuch wird für die Fußdichtungen erklärt, dass diese mit gekochtem Leinöl eingesetzt werden sollen. Wie seid ihr diesbezüglich vorgegangen? Ich hätte ganz dünn nichtaushärtende Dichtmaße (Reinzoplast) verwendet. Was meint ihr dazu?
Eine weitere Frage stellt sich mir bei den Korkdichtungen (Ölwanne und Stirnraddeckel). Dazu gibt es im Netz ja viele unterschiedliche Meinungen – von trocken einsetzen, in Öl oder Wasser einlegen bis hin zu mit Dichtpampe einsetzen. Womit habt ihr bezüglich Dichtigkeit die besten Erfahrungen am Traction gemacht?
Wie in meinem letzten Post versprochen, habe ich die beiden Nockenwellenräder miteinander fotografiert und den Unterschied versucht zu verdeutlichen (siehe Fotos).
An dieser Stelle nochmals herzlichen Dank an euch alle für die hilfreichen Tipps.
Viele Grüße
Jumbo

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37 Zuletzt bearbeitet von Pepe (20.02.2021 23:45)

Re: Maschinenprobleme - Zündaussetzer

Kolben: Ja nur die flachen für den 11er nehmen. die halbrunden sind für den Alu-Kopf.

Kolben und Buchsen: Glückssache. Man kann die Qualität nicht sehen. Achte auf die Kolbenringe, ob die richtig eingebaut wurden (evtueller Absatz unten). Versatz des Kolbenringspaltes: manche sagen 180° ander 120°. Ich bin  für 180°.

Wasserdurchlässe: werden m.E. durch die Kopfdichtung beschränkt. Dann wären die größeren Durchlässe im  Kopf kein Thema. Guck Dir das mal an.

Füßdichtung: Heikle Frage. Ich glaube, eine nicht-aushärtende Dichtmasse ist eine gute Wahl. Es gibt dann und wann Probleme mit undichten Fußdichtungen. Ob man die Leinöl-Nummer probieren sollte weiß ich nicht. Ich glaube, moderne Dichtmassen sind besser. Also Dein Vorgehen schon ok. Überstand der Zylinder muss sicher stimmen.

Korkdichtung: In Öl oder Wasser einlegen macht keinen Sinn. Öl kriegen die genug. Wasser lässt sie quellen und dann evt. im Betrieb wieder schrumpfen mit der Folge einer Leckage. Dichtmasse kann nicht schaden an Stellen, die nicht wiederholt geöffnet werden müssen, wie Stirnraddeckel. Stirnraddeckel würde ich mit aushärtender Silikondichtmasse versehen und wichtig: die Schrauben mit Kupfer-Unterlegscheibe anstatt Federringe versehen. Dort suppt es sonst raus. Kannst einen Kleks nicht aushärtende Dichtpampe auf die Kupferscheibe (z.B. Hugo-Reintz, blau) geben. Beachte das Anzugsdrehmoment. Wenn die Kork-Dichtung beginnt raus zu quellen war es zuviel. Lieber später nochmal nachziehen.

Gilt für alle anderen Korkdichtungen außer Ventildeckel und Ölwanne von wegen Wartung.

Ventildeckel und Ölwanne: mit einer ausärtenden Dichtmasse am Block verkleben, andere Seite trocken lassen. Auch hier nur behutsam anziehen. Lieber einen Ölfleck und nochmal nachziehen anstatt platte oder zerrissene Dichtung.

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Re: Maschinenprobleme - Zündaussetzer

Die Traction eines freundes von mir hat schon seit jahrzenhten einen leerlaufoeldruck zwischen 0-0.25,
das war bis anhhin nie ein problem. Beim fahren sind es dann satbile 2.5bar.
Die schmierung der kipphebel (zylinderkopschmierung) ist eine gewollte (völlig ausreichende) intervallschmierung.
Sieht man bei ausgebauter nockenwelle.

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Re: Maschinenprobleme - Zündaussetzer

Super, vielen Dank für eure Antworten :-)
Dann werde ich wohl die Fußdichtungen dünn mit Reinzoplast (blaue Dichtmasse von V. Reinz) einsetzen.
Das mit den Kupferdichtringen am Steuergehäusedeckel ist eine super Idee, die ich auf jeden Fall beherzigen werde. Ist glaub M7, oder?
Die Korkdichtung auf einer Seite nur anzukleben habe ich bisher am Ventildeckel immer so gehandhabt. Den Stirnraddeckel und auch die Ölwanne (diese nehme ich zukünftig nur noch bei ausgebautem Motor in meinem BL ab) werde ich sicherheitshalber auf beiden Seiten mit aushärtendet Reinzosil-Dichtmasse behandeln und den Kork ansonsten unbehandelt lassen. Anzugsdrehmomente lt. Handbuch werde ich beherzigen, um die Korkdichtungen nicht zu sehr zu quetschen oder gar zu beschädigen.
Die Kolben muss ich zum Auswiegen sowieso nochmal aus den Buchsen nehmen, dann werde ich die Kolbenringe auch 180° zueinander versdetzen. Macht mir so auch mehr Sinn als die 120°.
Das mit den Kanälen und der Kopfdichtung prüfe ich, sobald ich nächstes Mal in meiner Schrauberhalle bin.

0 - 0,25 bar Öldruck halte ich zwar für etwas wenig, wobei unter Drehzahl bei deinem Freund ja ein ordentlicher Druck erreicht wird. Dies war bei mir nicht der Fall, da meine Feder vom Überdruckventil 2x gebrochen war. Fresserspuren an Kolben und Laufbuchsen waren die Folge... Inzwischen habe ich auf so ein modernes(?) Überdruckventil umgerüstet.

Viele Grüße
Jumbo

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Re: Maschinenprobleme - Zündaussetzer

Die Ölwanne würde ich schon nur einseitig verkleben. Auch wenn Du modernes Öl benutzt, bleibt es nicht aus, dass sich Abrieb und Fremdstoffe absetzen. Daher solltest Du die Ölwanne regelmäßig zum Reinigen abnehmen. Auch für Reparaturen (Korrekturen nach Motorüberholung?) ist es hilfreich die Ölwanne abzunehmen. Z.B. kannst Du dann die Kolben und Buchsen bei eingebauten Motor ausbauen oder die Pleuellager inspizieren - falls das notwendig sein sollte (Perfo). Eine eingeklebt Dichtung wird zerstört und lässt sich nicht ohne weiteres ersetzen, wie Du beim Eibau bemerken wirst. Die trockene Korkdichtungsseite hält bei richtige Einbau ausreichend dicht. Auch hier würde ich mit Scheiben oder Kupferringen unter den Schraubenköpfen arbeiten.

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Re: Maschinenprobleme - Zündaussetzer

Moin,
ich habe mein Handwerk bei einem Meister der alten Schule gelernt. Korkdichtungen wurden immer in Wasser oder Öl  gelegt, um sie geschmeiduger zu machen und die Bruchgefahrzu vermindern. Baut man diese trocken ein, vermindert man die Wirkung. Der Kork bleibt hart und unelastisch. Das verkleben kam erst in der neueren Zeit auf, um Geld und Zeit zu sparen. Die Verklebungen sind außerdem für dauerhafte Verbindungen gedacht. Andere, zwecks Kontrollen zu öffnende Verbindungen werden heute mit Gummidichtungen verbaut.
Eine trocken verbaute Korkdichtung kann nur schwer gleichmäßig aufquellen. (siehe Weinkorken Verschlüsse, diese quellen nur im nassen Bereich auf). Werden Korkdichtungen voher eingelegt, muss man diese nach einigen Betriebsstunden nachziehen. sämtliche bei mir verbaute Korkdichtungen sind ohne Klebemassen verbaut und dicht. Hat ja früher auch funktioniert.
Grüße aus dem sonnigen Hamburg

42 Zuletzt bearbeitet von Pepe (28.02.2021 23:21)

Re: Maschinenprobleme - Zündaussetzer

Die Materialien haben sich geändert und ich bezweifele, dass es sich bei den modernen Korkdichtungen um reinen Kork handelt. Es scheint eher Kork in einer elastischen Matrix zu sein.
Das Kleben hat in unserem Fall nichts mit Zeitersparnis zu tun. Wenn man die Ölwannendichtung nicht einseitig verklebt, hängt sie bei Demontage durch oder man zieht sie mit der Ölwanne runter, weil sie auf der Seite dann eben genauso fest pappt wie am Block - würde ich vermuten. Und eine beschädigte Ölwanndichtung wird erst recht undicht. Die Ventildeckeldichtung rutsch gerne seitlich raus, wenn man sie nicht verklebt. Außerdem hält sie bei Demontage des Ventildeckels die Ölpfütze auf dem ZK zurück. Ich weiß nicht wo der Nachteil einer einseitig verklebten Dichtung sein soll. Einzig die Entfernung der Dichtmittelreste wäre einer, aber beim Silikon-Dichtmittel geht das mittlerweile auch ganz gut.

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Re: Maschinenprobleme - Zündaussetzer

Hallo zusammen,

mein Projekt nimmt langsam Gestalt an und einem ersten Probelauf auf dem Motorständer stehen nur noch paar Kleinigkeiten im Weg.

Bezüglich den Korkdichtungen habe ich meinen Instandsetzer (der die Kurbelwelle geschliffen hat) ebenfalls gefragt, wie er das normalerweise handhabt. Er eklärte mir ebenfalls, dass dies kein reiner Kork mehr ist, sondern ein Gemisch aus Kork und Elastomere und deshalb trocken bzw. mit Dichtmasse eingesetzt werden sollte.
Die alten Korkdichtungen früher wurden wohl gewässert/geölt, damit sie elastischer werden und auch etwas 'wachsen' können, da diese sich nach etwas Lagerung zusammenziehen.
Kurz um: ich habe sämtliche Dichtungen mit Dichtmasse eingesetzt. Reinzosil Hauptsächlich zum Verkleben und an Stellen die ich wieder Trennen möchte Reinzoplast
Die Fußdichtungen habe ich, wie im Handbuch beschrieben, mit gekochtem Leinöl eingesetzt. Hoffentlich ist es dicht...
Meinem Instandsetzer habe ich zum Schleifen der Kurbelwelle die neuen Lagerschalen (-0,25) für die Hauptwellenlager mitgegeben. Laut seiner Aussage waren diese in der Maßhaltigkeit absolut katastrophal, dass diese ausgespindelt werden musste. Ist diese Problematik bekannt?
Bezogen wurden diese vom bekannten Händler aus den Niederlanden. Dessen drei Buchstaben waren auch auf den Lagerschalen eingraviert.

Als ich gestern nun meinen Verteiler montieren wollte, stellte ich fest, dass dieser mit meiner Verstellplatte nicht tief genug eingeschoben werden kann und somit unten nicht in die Nut eingreifen kann. Leider ist meine Verstellplatte auch schon etwas verbogen, dass ich nun nicht weiß, woran es liegt... Wie tief muss denn das Führungsrohr im Block sitzen?
Leider gibt es den Versteller (zum Verstellen und zum Festziehen des Verteilers) nirgendwo als Ersatz zu kaufen...

Geplant ist, dass Ende der Woche die Maschine zum ersten Mal zum Leben erweckt wird. Ich halte euch auf dem Laufenden.

Viele Grüße
Jumbo

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44

Re: Maschinenprobleme - Zündaussetzer

So sieht es aktuell aus

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45 Zuletzt bearbeitet von zudroehn (18.03.2021 01:31)

Re: Maschinenprobleme - Zündaussetzer

und was bedeutet die 76 über der Bezeichnung des Erstellungsdatums?
danke - gruss

https://www.zudroehn.de - Nichts bewegt Sie wie ein Gnu.

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Re: Maschinenprobleme - Zündaussetzer

"Laut seiner Aussage waren diese in der Maßhaltigkeit absolut katastrophal, dass diese ausgespindelt werden musste. Ist diese Problematik bekannt? "

Ja, war auch vor 15 Jahren Thema bei mir bei einem Motor dessen Lagersitze vorher ausgespindelt wurde. Das heißt die Sitze der Lagerschalen waren rund. Die Lagerschalen selber nicht. Vlt. ist das bei der Breite auch nur schwer möglich. Es empfiehlt sich immer die Lagergasse zu prüfen und ggf. auszuspindeln. Dein Instandsetzer hat da gut aufgepasst.

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Re: Maschinenprobleme - Zündaussetzer

Hallo zusammen,

ja, da hat der Instandsetzer zum Glück gut aufgepasst.
@zudroehn: Was die 76 bedeutet weiß ich leider nicht...

So, zuerst einmal die gute Nachricht: Maschine ist wieder komplett zusammengebaut und läuft wunderbar schön. Habe sie inzwischen im ausgebauten Zustand mit Erstbetriebsöl einmal komplett warmlaufen lassen.

Jetzt aber zum Problem: Ich bekomme die Maschine mit meinem original Citroen 6V-Anlasser nicht durch die Kompression gedreht. Ohne Zündkerzen (also ohne Kompression) alles kein Problem, aber sobald die Zündkerzen rein kommen, schafft es mein Anlasser nicht mehr.
Meine 2 Jahre alte 6V-Batterie ist komplett voll geladen. Diese habe ich mit großen dicken Überbrückungskabel direkt an den Starter bzw. an den Motorblock gehängt. Mit einer 12-Volt Batterie für den Startversuch wars dann kein Problem...
Inzwischen habe ich den Anlasser einmal demontiert und elektrisch vermessen. Es liegt kein Kurzschluss gegen das Gehäuse ( >30MOhm) oder ähnliches vor. Auch dort wo Durchgang sein muss, ist nahezu 0 Ohm zu messen. Ebenso sehen die Kohlen nicht schlecht aus.
Hat von euch jemand eine Idee, was ich noch tun kann?
Hat von euch jemand Info über die Stärke der Anlasser von Paris-Rhone oder Ducellier? Haben diese etwas mehr Power?
Irgendwie bin ich gerade etwas ratlos - will deswegen auch keinen 12V-Umbau vornehmen...

Viele Grüße
Jumbo

48 Zuletzt bearbeitet von Pepe (29.03.2021 21:56)

Re: Maschinenprobleme - Zündaussetzer

Nein, deswegen nimmt man keinen 12V-Umbau vor. Bei 6V ist es für den Starter wichtig große Kabelquerschnitte (10 mm Durchmesser c.a.) und große und korrosionsfreie Kontaktflächen zu haben. Ein Überbrückungskabel hat wegen der kleinen Kontaktflächen evt. wenig Nutzen. Wenn die Verkabelung zum Starter fit ist (Querschnitte, Kontakte, Masse nicht vergessen, Batteriepole! das versteckt sich manchmal der Übergangswiderstand - dann wird die Polklemme auch spürbar warm), musst Du an den Starter ran: Quick and dirty: Öl in die Lager und Kontaktspray auf Kohlen und Kollektor (ohne komplettes Zerlegen, Schutzblech abnehmen, wenn vorhanden). Ansonsten Starter überholen: neue Lager (Permaglide?), neue Kohlen, Kollektor evt. abdrehen. Bendix anschauen.
Bleibt noch anzumerken: die Batterie. Die schlechten habe ich früher jedes Jahr tauschen müssen. Vlt. kennst Du eine Werkstatt die ein Batterieprüfgerät hat. Das könnte das die Mühe wert sein bevor Du den Starter überholst und sich nichts ändert.

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Re: Maschinenprobleme - Zündaussetzer

Hast du evtl. zuviel Frühzündung ?
War bei meinem B14 so.

6Volt reichen eigentlich.

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Re: Maschinenprobleme - Zündaussetzer

Moin, dreht die Maschine bei sechs Volt ohne Zündung, dann Frühzündung. Dreht bdie Maschine dann auch nicht, Batterie zu schwach. Bei 6 V solltest Du mindestens 95 AH haben, besser mehr.
Kaufe nur Batterien im festen Kunststoffgehäuse, also nicht die schwarzen, wo die Zellen oben vergossen sind (taugen m.E. nicht viel). Kabelquerschnitte, sehr wichtig. Baue den Zugschalter ab, und gehe direkt dort an Plus. Dann wären alle Fehlerquellen ausgeschaltet.
Grüße aus dem frühlingshaften Hamburg